GMP Aktuell

22.05.2018

Eine Post-Brexit-Vereinbarung ist essentiell für die britische Pharmaindustrie

Die britische Regierung muss eine Post-Brexit-Vereinbarung für die pharmazeutische Industrie sicherstellen, sagt das Business, Energy and Industrial Strategy Committee des britischen Parlaments. Wichtig wären eine möglichst nahe Angleichung an die EU, möglichst geringe Probleme aufgrund der Grenze zur EU und ein möglichst geringes Risiko für die Patienten sowie die Aufrechterhaltung des Weltmarktführerstatus der britischen Pharmaindustrie.


Der Bericht der Kommission “The impact of Brexit on the pharmaceutical sector” schlussfolgert, dass ein Austritt aus der EU ohne eine Vereinbarung für die Pharmaindustrie den Zugang zum EU-Markt verschlechtere. Das betrifft ein Exportvolumen von 11,9 Milliarden Pfund und mehr als 446 Millionen potentielle Patienten und Kunden in der EU. Auch der Zugang von britischen Patienten zu Arzneimitteln könnte gefährdet sein, da fast drei Viertel der pharmazeutischen Importe aus der EU stammen.

Arzneimittelpreise könnten deutlich steigen

Regulatorische Unterschiede zur Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) sind für die Industrie sehr nachteilig. Sie müssten Ihre Sitze und Verantwortlichkeiten für Großbritannien und parallel für die EU verdoppeln. Dies würde einen deutlichen Einfluss auf die Arzneimittelpreise haben. Parallele Strukturen würden Extrakosten von 45.000 Pfund für jedes neue Produkt bedeuten. Großbritannien würde unattraktiv werden als Markt für neue und innovative Arzneimittel.

Während die britische Regierung den Wunsch nach fortgesetzter Kooperation mit der EU bekundet hat, fordert das Komitee eine fortgesetzte Form der Mitgliedschaft bei der EMA als Priorität. Das Komitee empfiehlt, dass die Regierung sich bemühen sollte, nach dem Umzug der EMA nach Amsterdam eine Vertretung der EMA in Großbritannien zu behalten.


Quelle:

UK Parliament - Business, Energy and Industrial Strategy Committee - News


 

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