• gmp-publishing.com
  • Login GMP-Datenbanken
  • Warenkorb

Immer auf dem neuesten Stand!

Jetzt für den kostenlosen GMP-Newsletter LOGFILE anmelden und keine News verpassen.

>>> Zur Anmeldung

RSS FEED

Diese GMP-News jetzt abonnieren!

>>> RSS Feed

GMP-App
Aktuelles GMP-Wissen für die Hosentasche!

Die kostenlose App des GMP-Verlags beinhaltet:
  • GMP-News
  • Abkürzungen
  • Glossar

>>> Zum Download

GMP-Magazin LOGBUCH

Die aktuelle Ausgabe:

Image

>>> Jetzt lesen!

 

Frühere Ausgaben:

>>> Sehen Sie hier alle Ausgaben vom LOGBUCH

 

Papier:

>>> Hier das LOGBUCH abonnieren

PDE-Gutachten
Seit 1. Juni 2016 müssen für alle Human- und Tierarzneimittel, die in Mehrzweckanlagen hergestellt werden PDE-Werte für enthaltene Wirkstoffe ermittelt werden.

Image

Wir liefern zur Zeit PDE-Gutachten für über 1500 Wirkstoffe!

Sie erhalten Ihr Gutachten:
...gemäß EMA-Richtlinie
...auf Englisch
...ausgestellt auf Ihr Unternehmen
...erstellt durch europ. Toxikologen

>>> Mehr erfahren

GMP Aktuell

22.08.2016

EMA: Entwurf des Q&A-Papiers zur WFI-Herstellung ohne Destillation

Die EMA hat ein Frage-und-Antwort-Papier zur WFI-Herstellung ohne Destillation, die das Europäische Arzneibuch seit Neuestem in der revidierten WFI-Monographie zulässt, zur Konsultation veröffentlicht. Das Dokument soll Hilfestellung geben zur Nutzung von Umkehrosmose (Teil I) sowie detaillierte Hinweise zur Kontrolle von Biofilmen (Teil II).

Es bleibt allerdings an vielen Stellen unklar und ist eher allgemein gehalten.

Im Folgenden hat unser Autor Fritz Röder einige Unklarheiten bzw. diskussionswürdige Punkte zusammengestellt:

 

  • Das Verteilsystem soll dampfsterilisierbar "zusammen mit anderen Sanitisierungsmethoden" sein. Damit ist wohl eine zusätzliche Ozonierung gemeint. Das ist in der Praxis jedoch nicht einfach umzusetzen. Speziell die Temperaturbeständigkeit der Ozongeneratoren, der zugehörige Messgeräte sowie der UV-Systeme ist dabei zu prüfen. Gegebenenfalls müssen diese Teile bei der Sterilisation ausgenommen werden.
  • Auch ein Hinweis auf dampfbeständige Umkehrosmosemembranen (Temperaturbeständigkeit bis 120 °C) ist enthalten. Hintergrund ist das Verkeimungspotential der Membranoberflächen. Diese sind allerdings bisher noch nicht erhältlich. Die heutigen Membranen halten 85 °C aus.
  • Probenzug: Alle Stellen im Verteilsystem sollen täglich beprobt werden. Das ist sehr aufwändig und kostenintensiv. Das könnte ein KO-Kriterium für dieses Verfahren sein. Die Forderung seitens der Industrie nach alternativen Herstellmethoden für WFI rührte nicht zuletzt aus dem Einsparpotential, das die Membranverfahren bieten. Eine Forderung nach solch intensivem Probezug dürfte viele Arzneimittelhersteller abschrecken. Möglich wäre allerdings der Einsatz von rapid microbiological methods zur Kostenreduktion. Vor allem Keimzahlbestimmungsgeräte mit mehreren Probeneingängen dürften hier ausschlaggebend für eine wirtschaftlich tragbare Kalkulation sein.
  • Der Einsatz von "rapid microbiological methods" wird zudem explizit in dem Dokument empfohlen. Im Zusammenhang mit den Schnellmethoden wird die Ph.Eur.-Monographie für WFI interessant. Die schreibt nämlich explizit klassische Methoden, also Inkubation, vor. Im Q&A-Dokument wird daher auf Ph.Eur. 5.1.6. (alternative methods) verwiesen. Die US-Regularien haben dieses Akzeptanzproblem nicht (siehe USP 1223 und 1231). Dementsprechend können die Schnellmethoden derzeit ausschliesslich zusätzlich zum Probezug zugelassen sein, und nicht die klassische Methode ersetzen.
  • Der zweite Teil des Dokuments dreht sich um "Biofilm" und "Trending", bleibt aber vorwiegend allgemein. Man findet keine neuen Informationen, die nicht schon beispielsweise in der neuen Fassung von USP 1231 enthalten wären. Siehe hierzu den neuen pdf-Download Die neue USP <1231>: Wasser für pharmazeutische Anwendungen
  • Zum Trending gibt es keine einheitlichen Aussagen: Man schreibt gleichzeitig, dass die Trendingfrequenz entscheidend ist (Zeile 377) und auch höchstens jährlich erfolgen soll (Zeile 388). Das Trending erfolgt normalerweise mit dem PQR. Wie man öfter als jährlich ein sinnvolles Trending betreiben will, bleibt unklar. Schließlich sollen die saisonalen Veränderungen im Wasser erfasst werden, und dazu ist ein Jahresüberblick notwendig.

Ein aus Sicht des Autors wichtiges Thema bleibt unerwähnt, nämlich das Thema „Betrieb und Wartung“: der Aufwand dafür dürfte deutlich intensiver sein, als es bei herkömmlichen Anlagen zur Erzeugung von Purified Water (nicht WFI) ist. Dieses Thema sollte noch ausführlich diskutiert werden, da sich auch hier ein nicht zu unterschätzender Kostenblock verbirgt. Und ein pharmazeutischer Unternehmer wird sich nur innovativ zeigen und die neuerdings erlaubten Technologien verwenden, wenn es sich für ihn wirtschaftlich auch lohnt.

Anmerkungen zum Entwurfsdokument können bis zum 04. November 2016 der EMA übersandt werden.

Quelle:

EMA: What's New? - Questions and answers on production of water for injections by non-distillation methods – reverse osmosis and biofilms and control strategies

Kommentare
Es wurden bisher noch keine Kommentare zu dieser News geschrieben