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GMP LOGFILE: Leitartikel

01.08.2017

LOGFILE Nr. 30/2017 – 8 goldene Regeln der Personalhygiene

8 goldene Regeln der Personalhygiene

Auszug aus dem GMP-BERATER, Kapitel 10.B.5.4

Lesezeit 4 min.

von Dr. Christian Gausepohl

 

„Goldene Regeln“

Positiv formuliert können einige goldene Regeln genannt werden, die zur Effektivität in der Personalhygiene beitragen (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1 wichtige Regeln zur Personalhygiene
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1. Setze die Vorgaben im Detail um!

Bereits geringe Abweichungen von den Vorgaben, beispielsweise beim Einschleusen, können signifikante Auswirkungen haben, z. B. durch Kontamination der Bekleidung. Jedes Bekleidungssystem kann seine Funktion nur effektiv ausüben, wenn es vollständig und korrekt angewendet wird. Dabei sollten folgende Fragen gestellt werden:

  • Sind die Vorgaben ausreichend detailliert beschrieben?
  • Sind sie verständlich beschrieben oder könnten z. B. Bebilderungen das Verständnis erleichtern?
  • Wie werden diese Inhalte vermittelt?

Für die Hygieneschulungen sollten konkrete Beispiele aus dem betrieblichen Alltag verwendet werden, um die Bedeutung der detaillierten Compliance herauszustellen. Hier müssen Rückmeldungen über Probleme ernst genommen und überprüft werden.

2. Kontrolliere Dich und andere!

Einfache Elemente der Eigenkontrolle sind beispielsweise Spiegel zur Überprüfung der angelegten Bekleidung. Ebenso wichtig ist aber auch die visuelle Kontrolle der anderen Personen. So können bereits beim Einschleusen oder im laufenden Prozess Probleme adressiert werden, z. B. Verrutschen, Verschmutzung oder Beschädigung der Bekleidung. Es ist wichtig, im Rahmen der Hygieneschulungen die Bedeutung dieser Kontrollen zu thematisieren und den eher negativen Überwachungseindruck auszuschließen.

Supervisor haben hier eine ganz besondere Verantwortung, da eine ausbleibende Rückmeldung zur Etablierung von Fehlverhalten führen kann.

3. Jeder ist verantwortlich!

Es muss in den Hygieneschulungen klar gemacht werden, wie groß der mögliche Einfluss jedes einzelnen Mitarbeiters auf die Qualität des Arzneimittels ist. Dies betrifft nicht nur die direkt im Herstellungsprozess involvierten Personen, sondern auch Mitarbeiter, die Reinigung, Wartung u.ä. Tätigkeiten ausführen.

4. Die Regeln gelten für alle!

Die Stringenz in der Befolgung der Vorgaben darf an hierarchischen Ebenen oder Abteilungsgrenzen keinen Halt machen. Vorgesetzte müssen ebenso die Vorgaben im Detail beachten wie Personen anderer Abteilungen, z. B. Wartungstechniker. Die Bedeutung der Vorbildrolle kann nicht genug herausgestellt werden.

5. Gute Hygieneschulungen sind wichtig!

Schlechte Hygieneschulungen sind langweilig und wiederholen immer wieder identische Inhalte und Formate. Daher ist der Vorbereitung und Aktualisierung sowie der Qualifikation der Trainer besondere Bedeutung beizumessen. Ziel ist es, die Schulungsteilnehmer zu erinnern und erneut zu motivieren.

6. Nimm Beobachtungen und Probleme ernst!

Jede Art von Beobachtung ist wichtig. Diese können im Rahmen von Schulungen gemacht werden, z. B. durch Rückmeldung der Schulungsteilnehmer zu Problemen (Beispiel: Beschlagen der Brillen beim Tragen eines neuen Mundschutztyps). Eine offene Gesprächsatmosphäre hilft und gibt dem Schulungsleiter eine besondere Verantwortung. Aber auch außerhalb der Schulungen sollten Rückmeldungen des Personals nicht nur ernst genommen werden, sondern regelmäßig gezielt abgefragt werden, z. B. schlecht sitzende Reinraumanzüge. So sollen größere Probleme möglichst vor Eintreten bereits identifiziert und vermieden werden. Eine offene Fehlerkultur unterstützt hierbei.

7. Melde mögliche Probleme frühzeitig!

Jeder ist aufgefordert, nicht nur existierende, sondern auch möglicherweise aufkommende Probleme zu melden. Dies können Schwierigkeiten mit den Beschreibungen in SOPs oder auch Auffälligkeiten im Betrieb sein.

8. Feedback ist wichtig!

Regelmäßiges Feedback erleichtert nicht nur die Orientierung an den Hygienevorgaben, sondern unterstützt auch die Motivation.

LOGFILE-30-8_goldene_Regeln_der_Personalhygiene.pdf

Dieser Text ist ein Auszug aus dem GMP-BERATER, Kapitel 10.B.5.4.

Autor:

Dr. Christian Gausepohl
Apotheker
Rottendorf Pharma GmbH, Ennigerloh
E-Mail: christian.gausepohl@rottendorf.com

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