Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
EMA: Aktueller Bericht zum internationalen GMP-Inspektionsprogramm für Wirkstoffhersteller
News: EMA

EMA: Aktueller Bericht zum internationalen GMP-Inspektionsprogramm für Wirkstoffhersteller

Die EMA hat einen neuen Bericht über das internationale Inspektionsprogramm für Wirkstoffhersteller veröffentlicht. Er umfasst den Zeitraum 2017–2024, in dem die Zahl der teilnehmenden Behörden von zehn auf 13 stieg. Insgesamt wurden Informationen zu 936 inspizierten Standorten und 1.684 Inspektionen ausgetauscht. 69 % der Standorte waren für mindestens zwei Behörden von gemeinsamem Interesse. Die 644 Standorte von gemeinsamem Interesse verteilten sich auf 18 Länder: 35 % befanden sich in China, 50 % in Indien und 14 % in weiteren 16 Ländern.

Bei 107 Standorten wurden Inspektionsergebnisse anderer Behörden herangezogen, etwa durch die Bewertung von GMP-Zertifikaten oder Inspektionsberichten. Außerdem wurden 91 Remote-Inspektionen durchgeführt. Dennoch bleibt Verbesserungspotenzial: 32 % der gemeinsam interessierenden Standorte waren innerhalb von zwölf Monaten von Mehrfachinspektionen betroffen. Rechtliche Vorgaben, Vertraulichkeitsanforderungen und Sprachbarrieren erschweren weiterhin den Austausch und die Nutzung von Inspektionsberichten.

Die EMA empfiehlt daher unter anderem, Reliance-Ansätze auszubauen, Inspektionsberichte besser nutzbar zu machen und eine sichere zentrale Plattform für den Informationsaustausch einzurichten. Der Bericht bestätigt damit den Nutzen internationaler Zusammenarbeit für eine effizientere GMP-Überwachung und die Vermeidung unnötiger Doppelinspektionen.


Quelle:

EMA: Report on the International Active Pharmaceutical Ingredient Inspection Programme 2017 – 2024

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

News: Europa

EU: Singapur in die Liste anerkannter Drittländer für die Wirkstoffeinfuhr aufgenommen

Die Europäische Kommission erkennt Singapurs GMP-Anforderungen und die behördliche Überwachung von Wirkstoffherstellern als gleichwertig mit den EU-Anforderungen an. Mit Inkrafttreten der Entscheidung am 15.11. wird Singapur in die Liste der anerkannten Drittländer für die Wirkstoffeinfuhr aufgenommen.
Weiterlesen
PIC/S/EMA/WHO: Neues Frage-und-Antwort-Dokument zum Anhang 1

PIC/S/EMA/WHO: Neues Frage-und-Antwort-Dokument zum Anhang 1

Mit der Neufassung von Anhang 1 wurde auch eine Überarbeitung des bisherigen PIC/S-Auslegungsdokuments PI 032-2 „GMP Annex 1 Revision 2008, Interpretation of Most Important Changes for the Manufacture of Sterile Medicinal Products“ notwendig. Auf Basis eines Swissmedic-Entwurfs aus dem Jahr 2023 entwickelte die gemeinsame Arbeitsgruppe von PIC/S, EMA und WHO ein neues Frage-Antwort-Dokument.

Weiterlesen
News: EMA

EMA präzisiert Chargenkennzeichnung bei parallel gehandelten Arzneimitteln

Die EMA in ihrer Frage-Antwort-Sammlung zu GMP und GDP die Antwort auf Frage 4 zu Kapitel 5 des EU-GMP-Leitfadens überarbeitet. Sie erläutert, welche Chargennummern auf der Verpackung parallel gehandelter Arzneimittel anzugeben sind.
Weiterlesen
Frage der Woche | GMP-Verlag

Wie wird der Qualifizierungsprozess von Laborgeräten dokumentiert?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

Auf der PDA/FDA Joint Regulatory Conference 2026 machte die FDA deutlich: Moderne Anlagentechnik allein gewährleistet keine Sterilitätssicherheit. Der Beitrag beleuchtet GMP-Mängel bei FDA-Inspektionen und die Rolle der Anlagenplanung bei der aseptischen Herstellung.

Weiterlesen
News: Europa

EDQM: Neue Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel

Die Europäische Arzneibuchkommission (EPC) hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel beschlossen. Ziel ist es, geeignete Qualitätsstandards im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) zu verankern.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes