Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
EC ermöglicht Remote-Audits durch Benannte Stellen

EC ermöglicht Remote-Audits durch Benannte Stellen

Die Europäische Kommission (EC) gab am 11. Januar 2021 bekannt, was bei den aufgrund der COVID-19-Situation virtuell stattfindenden Audits von Herstellern von Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika durch die Benannten Stellen zu beachten ist.

Neben den allgemeinen Verzögerungen durch die Pandemie bereiten vielen Herstellern die nahenden Fristen bis zum Inkrafttreten der MDR (Mai 2021) und der IVDR (Mai 2022) zunehmend Sorgen.

Die EC kam zu dem Entschluss, dass die Notwendigkeit, Engpässe von Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika zu verhindern, die Risiken virtueller Audits überwiegt.

Dennoch sei eine Entscheidung von Fall zu Fall notwendig. Dabei sind die Reisebeschränkungen und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in den jeweiligen Ländern zu berücksichtigen. Ein Remote-Audit sei dort anwendbar, wo “die Gewährung des Zugangs oder die Sicherstellung der kontinuierlichen Versorgung des Marktes mit Produkten verhindert werden könnte”.

Dabei weist die EC noch einmal darauf hin, dass diese Regelung nur gilt, solange es nötig sei und keine pauschale Genehmigung für das Ersetzen von Präsenzaudits durch Remote-Audits sei.

Benannte Stellen sollten einen risikobasierten Ansatz zu Grunde legen und sicherstellen, dass die gesamte technische Dokumentation des Herstellers sorgfältig geprüft wurde. Einzelheiten zur Ausführung von Remote-Audits sind den Mitgliedsstaaten überlassen. Die Benannten Stellen müssen die EC über die jeweiligen Methoden und die Begründung für deren Verwendung informieren.


Quelle:

EC: Commission Notice

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Deutschland: Änderungen im Tierarzneimittelgesetz

Deutschland: Änderungen im Tierarzneimittelgesetz

Mit dem Gesetz zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes, des Tierarzneimittelgesetzes und des tiergesundheitsrechtlichen Bußgeldgesetzes wurden mehrere Vorschriften des Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) angepasst. Die Änderungen gelten seit 10. März 2026.
Weiterlesen
FDA: Entwurf zur Beantwortung von Formular-483-Beobachtungen

FDA: Entwurf zur Beantwortung von Formular-483-Beobachtungen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einen Entwurf einer Leitlinie zur Beantwortung von Formular-FDA-483-Beobachtungen nach GMP-Inspektionen veröffentlicht. Das Dokument beschreibt, wie Hersteller Inspektionsbefunde strukturiert adressieren sollten und welche Informationen eine Antwort enthalten sollte.
Weiterlesen
GMP trifft Strahlenschutz – wie geht das zusammen?

GMP trifft Strahlenschutz – wie geht das zusammen?

Die Herstellung von Radiopharmazeutika erfordert die gleichzeitige Einhaltung von EU-GMP-Leitfaden und Strahlenschutzverordnung, was zu Zielkonflikten zwischen Produktsicherheit und Personenschutz führen kann. Technische Lösungen wie Unterdrucksysteme und Bleizellen sowie eine frühzeitige Behördenabstimmung sind entscheidend für eine GMP- und strahlenschutzkonforme Umsetzung.
Weiterlesen
Durch welche Maßnahmen können Kreuzkontaminationen vermieden werden?

Durch welche Maßnahmen können Kreuzkontaminationen vermieden werden?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
Team-NB: Chancen und Risiken der MDR/IVDR-Revision

Team-NB: Chancen und Risiken der MDR/IVDR-Revision

Der europäische Verband der Benannten Stellen für Medizinprodukte, Team-NB, sieht in der geplanten Revision der MDR und IVDR grundsätzlich Chancen für mehr Effizienz, Transparenz und Vorhersehbarkeit im Konformitätsbewertungsverfahren.
Weiterlesen
EMA: Aktualisierte Fragen und Antworten zu OOS-ATMP-Chargen

EMA: Aktualisierte Fragen und Antworten zu OOS-ATMP-Chargen

Die EMA hat ihre Fragen und Antworten zum Umgang mit Out-of-Specification (OOS)-Batches zugelassener zell- bzw. gewebe-basierter ATMPs überarbeitet (“Questions and answers on the use of out-of-specification batches of authorised cell/tissue-based ATMPs”, Rev. 1, 2026). Die Revision präzisiert stärker, unter welchen außergewöhnlichen Umständen ein OOS-Batch verwendet werden darf.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes