Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
EC: Gemeinsame Spezifikationen für bestimmte IVDs der Klasse D

EC: Gemeinsame Spezifikationen für bestimmte IVDs der Klasse D

Die Europäische Kommission hat am 4. Juli 2022 die Durchführungsverordnung (EU) 2022/1107 veröffentlicht, um gemeinsame Spezifikationen für bestimmte als hochriskant geltende In-vitro-Diagnostika der Klasse D festzulegen. Diese relevanten harmonisierten Normen waren teilweise bereits in der aufgehobenen Richtlinie 98/97/EG eingeführt worden. Nun wurden die Spezifikationen aktualisiert und dem Stand der Technik angepasst.

Die technischen Spezifikationen sind in Form von 13 Anhängen übersichtlich in verschiedene Produktbereiche gegliedert. Zu den von der Verordnung erfassten Testverfahren gehören Tests zum Nachweis von Blutgruppenantigenen für die Blutgruppensysteme ABO, Rh, Kell, Duffy und Kidd, das humane Immundefizienzvirus (HIV), das Hepatitis-C-Virus (HCV), Hepatitis-B-Virus (HBV), Hepatitis-D-Virus (HDV), Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD), Cytomegalovirus (CMV), Epstein-Barr-Virus-Infektion (EBV), Treponema pallidum, Trypanosoma cruzi und Infektion mit dem schweren akuten respiratorischen Syndrom Coronavirus 2.

Diese Verordnung ist in allen ihren Teilen verbindlich und gilt mit dem 25. Juli 2024 unmittelbar in jedem Mitgliedstaat.

Folgende Übergangsfrist wird gewährt:

  • Es ist ein Übergangszeitraum vom 25. Juli 2022 bis zum 25. Juli 2024 vorgesehen. Während dieser Zeit wird davon ausgegangen, dass die gemeinsamen technischen Spezifikationen für in Verkehr gebrachte Diagnostika, die den gemeinsamen Spezifikationen der Entscheidung 2002/364/EG entsprechen, mit den Anforderungen der Verordnung (EU) 2017/746, Anhang 1 übereinstimmen.
  • Für Produkte, die diesen gemeinsamen Spezifikationen nicht entsprechen, muss hinreichend begründet werden, dass ein Sicherheits- und Leistungsniveau gewährleistet werden kann, das dem der gemeinsamen Spezifikationen zumindest gleichwertig ist.

EC: Durchführungsverordnung (EU) 2022/1107

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

FDA: Draft Guidance zu Verunreinigungsspezifikationen für Antibiotika

FDA: Draft Guidance zu Verunreinigungsspezifikationen für Antibiotika

Die US FDA hat im April 2026 einen neuen Draft Guidance zu Impurity Specifications for Antibiotics veröffentlicht.

Weiterlesen
EDQM: Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus

EDQM: Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus

Die EDQM hat neue Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus veröffentlicht. Ziel ist es, die Nachverfolgbarkeit bis zum Zeitpunkt der Verabreichung zu verbessern und damit die Patientensicherheit zu erhöhen.
Weiterlesen
Welche Anforderungen an die Gesundheitsüberwachung gibt es?

Welche Anforderungen an die Gesundheitsüberwachung gibt es?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
Die Kontaminationskontrollstrategie (CCS) – mehr als nur ein erweiterter Site Master File

Die Kontaminationskontrollstrategie (CCS) – mehr als nur ein erweiterter Site Master File

Der GMP-PharmaCongress 2026 fand vom 24. bis 25. März 2026 in Wiesbaden statt. Die Veranstaltung bot acht parallele Konferenzreihen zu hochaktuellen GMP-Themen, darunter aseptische Herstellung, Barrieresysteme, Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs).
Weiterlesen
EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA und HMA empfehlen Anpassungen des regulatorischen Rahmens, um mit den Entwicklungen im Bereich der Radiopharmazeutika Schritt zu halten. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften erfordern diese Arzneimittel spezifische regulatorische und wissenschaftliche Vorgaben.
Weiterlesen
FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

Die U.S. Food and Drug Administration hat das „PreCheck Pilot Program“ gestartet, um die inländische Arzneimittelproduktion zu stärken und die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes