Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
EC: Stellungnahme zu "hybriden Audits"
News: Europa

EC: Stellungnahme zu "hybriden Audits"

Die Koordinierungsgruppe für Medizinprodukte (MDCG) der Europäischen Kommission hat Anfang Dezember eine Stellungnahme zu "hybriden Audits" veröffentlicht.
Das Dokument gibt den benannten Stellen hinsichtlich der Dauer der physischen Anwesenheit bei Audits im Rahmen der Medizinprodukteverordnung (MDR) und der Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR) einen gewissen Gestaltungsspielraum.

Aufgrund der weltweiten COVID-19 Pandemie kam es durch Reisebeschränkungen und anderen Regelungen zu einer Aussetzung der traditionellen Vor-Ort-Audits. Stattdessen wurden durch Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) immer häufiger sogenannte "hybride Audits" durchgeführt. Die ICTs werden in der Leitlinie MDCG-2020-4 und dem dazugehörigen Q&A erläutert.

Die MDCG hat hybride Audits wie folgt definiert:

„Unter einem "hybriden Audit" ist ein Audit in den Räumlichkeiten des Herstellers oder seines Lieferanten und/oder Unterauftragnehmers, wobei mindestens ein Auditor vor Ort anwesend sein muss und andere Mitglieder des Auditteams unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien teilnehmen.“

Die benannten Stellen sollen bei der Planung von Audits ausreichend Zeit für die Prüfung der relevanten Prozesse in den Räumlichkeiten einplanen und klar dokumentieren, welche Teile der Konformitätsbewertung in den Räumlichkeiten durchgeführt werden müssen und welche aus der Ferne durchgeführt werden können. Die MDCG kann daraufhin auf der Grundlage von Erfahrungen entscheiden, ob Änderungen erforderlich sind.

Darüber hinaus hat die MDCG die Koordinierungsgruppe der benannten Stellen (NBCG-Med) gebeten, die operativen Elemente weiter auszuarbeiten, die in den Räumlichkeiten der geprüften Stelle durchgeführt werden müssen.


Quelle:

EC: MDCG-Dokument

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

News: EMA

EMA präzisiert Chargenkennzeichnung bei parallel gehandelten Arzneimitteln

Die EMA in ihrer Frage-Antwort-Sammlung zu GMP und GDP die Antwort auf Frage 4 zu Kapitel 5 des EU-GMP-Leitfadens überarbeitet. Sie erläutert, welche Chargennummern auf der Verpackung parallel gehandelter Arzneimittel anzugeben sind.
Weiterlesen
Frage der Woche | GMP-Verlag

Wie wird der Qualifizierungsprozess von Laborgeräten dokumentiert?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

Auf der PDA/FDA Joint Regulatory Conference 2026 machte die FDA deutlich: Moderne Anlagentechnik allein gewährleistet keine Sterilitätssicherheit. Der Beitrag beleuchtet GMP-Mängel bei FDA-Inspektionen und die Rolle der Anlagenplanung bei der aseptischen Herstellung.

Weiterlesen
News: Europa

EDQM: Neue Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel

Die Europäische Arzneibuchkommission (EPC) hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel beschlossen. Ziel ist es, geeignete Qualitätsstandards im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) zu verankern.
Weiterlesen
EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

Der Appendix 1 zum Q&A der EMA zu Nitrosamin-Verunreinigungen ist im Oktober 2026 weiter ergänzt worden. Dieser Appendix enthält die zulässigen Aufnahmemengen (Acceptable Intake, AI) für N-Nitrosamine.
Weiterlesen
WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

Die WHO hat einen überarbeiteten Entwurf ihrer „WHO guidelines on quality risk management“ veröffentlicht. Das Arbeitsdokument QAS/26.994 steht bis zum 15. November 2026 zur öffentlichen Kommentierung.

Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes