EFPIA: Ergebnisse der Mitglieder-Umfrage zu GMP- und GDP-Inspektionen in 2025
Die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) hat die Ergebnisse ihres „Annual Regulatory GMP/GDP Inspection Survey 2025“ veröffentlicht. Die Daten deuten darauf hin, dass internationale GMP-Inspektionen zunehmend durch Reliance- und Worksharing-Ansätze ersetzt werden.
Nach Angaben der EFPIA ging die Zahl der gemeldeten Inspektionen im Vergleich zu den Jahren 2015–2019 um rund 25 % zurück. Gleichzeitig sieht die Industrie darin ein mögliches Zeichen dafür, dass Behörden verstärkt auf die Ergebnisse anderer Inspektorate zurückgreifen und Doppelinspektionen reduzieren.
Besonders hervorgehoben wird:
- ausländische Inspektionen nehmen insgesamt ab,
- Reliance-Ansätze zwischen PIC/S-Behörden gewinnen an Bedeutung,
- Vor-Ort-Inspektionen bleiben weiterhin der Standard,
- Remote-Inspektionen sind nur Back-up-Option,
- reine Dokumenteninspektionen gehen deutlich zurück,
- Inspektionen werden stärker risikobasiert und systemorientiert durchgeführt.
Die EFPIA berichtet außerdem, dass die Implementierung des überarbeiteten Annex 1 bislang nicht zu einem Anstieg der Inspektionszahlen in der Sterilherstellung geführt habe. Zudem hätten angekündigte und unangekündigte Inspektionen vergleichbare Ergebnisse gezeigt.
Als weitere Entwicklung nennt die Auswertung der Umfrage:
- stärkere internationale Koordination,
- gemeinsame bzw. koordinierte Inspektionen,
- harmonisierte Berichtsformate,
- sowie digitale Plattformen zum Datenaustausch zwischen Behörden.
Die EFPIA fordert die Behörden auf, bestehende Reliance-Werkzeuge – insbesondere PIC/S und Mutual Recognition Agreements (MRAs) – konsequenter zu nutzen und die Vision „One inspection per site“ weiter voranzutreiben.

Quelle:
EFPIA: Annual Regulatory GMP/GDP Inspection Survey 2025 data
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