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EMA: Neues Q&A zu Co-Processed Excipients (CoPEs)

EMA: Neues Q&A zu Co-Processed Excipients (CoPEs)

Die EMA hat neue Fragen und Antworten zu Co-Processed Excipients (CoPEs) in festen oralen Darreichungsformen veröffentlicht. Ziel ist eine harmonisierte, risikobasierte Bewertung dieser Hilfsstoffe in Zulassungsdossiers.

Was sind Co-Processed Excipients?
Co-Processed Excipients sind physikalisch gemeinsam verarbeitete Kombinationen von zwei oder mehr Ph.-Eur.-konformen Hilfsstoffen (z. B. durch Sprühtrocknung), ohne Bildung kovalenter Bindungen. Sie besitzen gezielte Funktionalitäten (z. B. bessere Komprimierbarkeit), die durch einfaches Mischen nicht erreichbar sind. CoPEs gelten weder als neue Hilfsstoffe noch als Zwischenprodukte.

Welche Risiken bestehen?
Durch ihre komplexe Zusammensetzung können CoPEs zusätzliche Risiken verursachen, u. a.:

  • Variabilität der Materialeigenschaften
  • Einfluss auf kritische Qualitätsattribute (CQA) wie Freisetzung, Bioverfügbarkeit oder Stabilität
  • erhöhte Anforderungen an Analytik, Prozesskontrolle und Skalierung

Risikoklassen und Risk Assessment
Die EMA definiert drei Risikokategorien:

  • Kategorie A (hoch)
  • Kategorie B (mittel)
  • Kategorie C (niedrig)

Die Einstufung erfolgt über ein systematisches Risk Assessment unter Berücksichtigung von:

  • Funktion des CoPE im Produkt
  • Einfluss auf CQAs und kritische Prozessparameter
  • Anzahl der enthaltenen Hilfsstoffe
  • Anteil des CoPE an der Gesamtformulierung

Das Risk Assessment folgt den Prinzipien von ICH Q9. Für Humanarzneimittel soll das Ergebnis mit der Formalised Risk Assessment (FRA) zur Sicherung der GMP-Konformität der eingesetzten Hilfsstoffe abgestimmt sein.


Quelle:

EMA: Questions and answers regarding co-processed excipients used in solid oral dosage forms

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