Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
EMA: Nitrosamin-Grenzwerte für Wirkstoffe gelten neu für Fertigarzneimittel

EMA: Nitrosamin-Grenzwerte für Wirkstoffe gelten neu für Fertigarzneimittel

Wie die EMA in einer Meldung vom 13. November 2020 bekannt gibt, hat der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der EMA die Empfehlungen zur Begrenzung von Nitrosamin-Verunreinigungen in sartanhaltigen Arzneimitteln an die Empfehlungen angeglichen, die auch für andere Arzneimittelklassen gelten.

Am wichtigsten:
Die Grenzwerte für Nitrosamine, die bisher für Wirkstoffe galten, gelten nun für die Fertigarzneimittel, wie z. B. Tabletten. Diese Grenzwerte, die auf international vereinbarten Standards (ICH M7(R1)) basieren, sollen gewährleisten, dass das überhöhte Krebsrisiko durch Nitrosamine in allen sartanhaltigen Arzneimitteln unter 1 zu 100.000 für eine Person liegt, die ein Arzneimittel lebenslang einnimmt.

Wie bereits mehrfach berichtet gilt nach wie vor:
Übereinstimmend mit früheren Empfehlungen sind die Unternehmen aufgefordert geeignete Kontrollstrategien einzuführen, um das Vorhandensein von Nitrosamin-Verunreinigungen so weit wie möglich zu verhindern oder zu begrenzen. Falls erforderlich müssen dazu Herstellungsverfahren angepasst und optimiert werden. Die Unternehmen sollten auch das Risiko des Vorhandenseins von Nitrosaminen in ihren Arzneimitteln bewerten und entsprechende Tests durchführen. Die Risikobewertung soll dokumentiert werden.


Quellen:

EMA: Alignment of recommendations for sartans with those for other medicines

BfArM: CHMP gleicht Empfehlungen für Sartane an die für andere Arzneimittel an

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

News: EMA

EMA präzisiert Chargenkennzeichnung bei parallel gehandelten Arzneimitteln

Die EMA in ihrer Frage-Antwort-Sammlung zu GMP und GDP die Antwort auf Frage 4 zu Kapitel 5 des EU-GMP-Leitfadens überarbeitet. Sie erläutert, welche Chargennummern auf der Verpackung parallel gehandelter Arzneimittel anzugeben sind.
Weiterlesen
FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

Auf der PDA/FDA Joint Regulatory Conference 2026 machte die FDA deutlich: Moderne Anlagentechnik allein gewährleistet keine Sterilitätssicherheit. Der Beitrag beleuchtet GMP-Mängel bei FDA-Inspektionen und die Rolle der Anlagenplanung bei der aseptischen Herstellung.

Weiterlesen
Frage der Woche | GMP-Verlag

Wie wird der Qualifizierungsprozess von Laborgeräten dokumentiert?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
News: Europa

EDQM: Neue Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel

Die Europäische Arzneibuchkommission (EPC) hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel beschlossen. Ziel ist es, geeignete Qualitätsstandards im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) zu verankern.
Weiterlesen
EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

Der Appendix 1 zum Q&A der EMA zu Nitrosamin-Verunreinigungen ist im Oktober 2026 weiter ergänzt worden. Dieser Appendix enthält die zulässigen Aufnahmemengen (Acceptable Intake, AI) für N-Nitrosamine.
Weiterlesen
WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

Die WHO hat einen überarbeiteten Entwurf ihrer „WHO guidelines on quality risk management“ veröffentlicht. Das Arbeitsdokument QAS/26.994 steht bis zum 15. November 2026 zur öffentlichen Kommentierung.

Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes