Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Export nach UK: Ausnahme für Großhändler

Export nach UK: Ausnahme für Großhändler

Die Europäische Union hat am 17. März 2021 die Delegierte Verordnung (EU) 2021/457 im Amtsblatt veröffentlicht. Dadurch wird die Delegierte Verordnung (VO) 2016/161 zu Sicherheitsmerkmalen auf der Verpackung von Humanarzneimitteln geändert. Die Änderung besteht in einer Ausnahme der Pflicht für Großhändler, das individuelle Erkennungsmerkmal (IE) von Arzneimitteln zu deaktivieren, die in das Vereinigte Königreich – nun ein Drittland – exportiert werden. Sie gilt für das Jahr 2021.

Was steckt dahinter? 

Es geht darum sicherzustellen, dass Arzneimittel mit einem individuellen Erkennungsmerkmal auf den kleinen, derzeit bei ihren Arzneimittellieferungen vom Vereinigten Königreich abhängigen Märkten vertrieben werden können. Die Ausnahmeregelung entbindet die Großhändler von der Verpflichtung, das IE von Produkten, die sie im Vereinigten Königreich vertreiben möchten, zu deaktivieren, da diese Erzeugnisse wieder in die Union ausgeführt werden könnten, sprich in die kleinen Märkte. Dazu zählen Zypern, Malta, Irland oder Nordirland, die über Großbritannien beliefert werden.  

Es gibt derzeit keine Einführer mit Sitz in diesen kleinen Märkten, die Inhaber einer Arzneimittelzulassung sind und damit in der Lage, der Verpflichtung zur Anbringung eines neuen IEs gemäß dem Unionsrecht ab dem 1. Januar 2021 nachzukommen. Dadurch wird die Einhaltung der genannten Verpflichtung praktisch unmöglich. Durch die Ausnahmeregelung wird somit gewährleistet, dass keine Arzneimittel ohne Sicherheitsmerkmale auf den Unionsmarkt gelangen können.

Die Ausnahmeregelung gilt vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021. Zu finden ist diese Information in Artikel 1 der Delegierten Verordnung (EU) 2021/457 der Kommission.


Quelle:

EC: Delegierte Verordnung (EU) 2021/457

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA und HMA empfehlen Anpassungen des regulatorischen Rahmens, um mit den Entwicklungen im Bereich der Radiopharmazeutika Schritt zu halten. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften erfordern diese Arzneimittel spezifische regulatorische und wissenschaftliche Vorgaben.
Weiterlesen
FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

Die U.S. Food and Drug Administration hat das „PreCheck Pilot Program“ gestartet, um die inländische Arzneimittelproduktion zu stärken und die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen.
Weiterlesen
GMP für Tierarzneimittel: Das ändert sich ab Juli 2026

GMP für Tierarzneimittel: Das ändert sich ab Juli 2026

Mit der den Durchführungsverordnungen (EU) 2025/2091 und 2025/2154 werden die GMP-Anforderungen für Tierarzneimittel konsolidiert. Sie schaffen erstmals einen eigenständigen, verbindlichen Rechtsrahmen für den Veterinärbereich, bleiben jedoch inhaltlich eng an den EU-GMP-Leitfaden angelehnt.
Weiterlesen
Wie kann man die Eignung von Räumen überprüfen?

Wie kann man die Eignung von Räumen überprüfen?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
ICH: Überarbeitetes Q9(R1)-Trainingspaket

ICH: Überarbeitetes Q9(R1)-Trainingspaket

Die ICH hat das Q9(R1)-Trainingspaket vollständig überarbeitet und an die Revision der Leitlinie ICH Q9 angepasst.
Weiterlesen
EMA: Neue Pläne für den EU-GMP-Leitfaden veröffentlicht

EMA: Neue Pläne für den EU-GMP-Leitfaden veröffentlicht

Die European Medicines Agency hat den neuen Arbeitsplan der GMDP Inspectors Working Group für die Jahre 2026–2028 sowie den Jahresbericht 2025 veröffentlicht.

Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes