Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
IPEC: Positionspapier zum Nitrosaminrisiko bei Hilfsstoffen

IPEC: Positionspapier zum Nitrosaminrisiko bei Hilfsstoffen

Der IPEC (International Pharmaceutical Excipients Council Federation) hat ein interessantes Positionspapier "Die Rolle von Hilfsstoffen bei der Ermittlung von N-Nitrosamin-Risiken für Arzneimittel" veröffentlicht. Das 7-seitige Paper beschreibt den Standpunkt des IPEC-Verbandes zur Rolle der Hilfsstoffe bei der Durchführung von N-Nitrosamin-Risikobewertungen für Arzneimittel.

Gemäß der IPEC ist das erklärte Motiv für die Stellungnahme, dass das Vorhandensein von N-Nitrosaminen in Arzneimitteln weiterhin ein weltweites Problem darstellt. Hilfsstoffe werden bei der Risikobewertung von Arzneimitteln als möglicher Risikofaktor betrachtet. Der Schwerpunkt dieses Positionspapiers liegt auf dem potenziellen Beitrag, den Hilfsstoffe zur Bildung von Nitrosaminen in Arzneimitteln leisten können oder auch nicht. Das Vorhandensein von Nitriten und instabilen Aminen in Hilfsstoffen wird ebenfalls berücksichtigt.

Auch wenn die Hersteller von Hilfsstoffen nicht verpflichtet sind, den Aufsichtsbehörden Risikobewertungen zu Nitrosaminen vorzulegen, hält die IPEC eine risikobasierte Zusammenarbeit zwischen Arzneimittelhersteller und Hilfsstoffhersteller für angemessen. Es liegt zwangsläufig im Interesse eines Hilfsstoffherstellers, sichere Hilfsstoffe zu liefern. Wasser in verschiedenen Qualitäten, Rohstoffe und die Verarbeitungsbedingungen von Hilfsstoffen könnten durchaus Quellen für Nitrite und Nitrate darstellen. Daher sollten Hilfsstoffhersteller das potenzielle Risiko ihrer Produkte sorgfältig bewerten, um damit die Arzneimittelhersteller bei der Erfüllung ihrer behördlichen Verpflichtungen zur Durchführung von Risikobewertungen für ihre Arzneimittel zu unterstützen.


Quelle:

IPEC: The Role of Excipients in Determining N-Nitrosamine Risks for Drug Products

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Welche Bedeutung hat die mikrobiologische Qualität für nicht sterile und pflanzliche Arzneimittel?

Welche Bedeutung hat die mikrobiologische Qualität für nicht sterile und pflanzliche Arzneimittel?

Hier geht es zur Antwort:

Weiterlesen
Europäische GMP-Vorschriften: Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Europäische GMP-Vorschriften: Aktuelle Entwicklungen und Ausblick

Auf der ISPE-Jahreskonferenz 2026 in Kopenhagen gab Brendan Cuddy (EMA) einen prägnanten Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Bereich der europäischen GMP-Vorschriften und die Arbeit der Arbeitsgruppe der GMP/GDP-Inspektoren (GMDP IWG).
Weiterlesen
EFPIA: Ergebnisse der Mitglieder-Umfrage zu GMP- und GDP-Inspektionen in 2025

EFPIA: Ergebnisse der Mitglieder-Umfrage zu GMP- und GDP-Inspektionen in 2025

Die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations (EFPIA) hat die Ergebnisse ihres „Annual Regulatory GMP/GDP Inspection Survey 2025“ veröffentlicht. Die Daten deuten darauf hin, dass internationale GMP-Inspektionen zunehmend durch Reliance- und Worksharing-Ansätze ersetzt werden.
Weiterlesen
EU: Analyse zum geplanten Biotech Act

EU: Analyse zum geplanten Biotech Act

Die Europäische Kommission hat eine Analyse zu den Vorschlägen für den geplanten Biotech Act veröffentlicht. Ziel des Biotech Act ist es, die europäische Biotechnologie und Bioproduktion zu stärken sowie die Entwicklung, Herstellung und Markteinführung biotechnologischer Innovationen zu beschleunigen.
Weiterlesen
Welche regulatorischen Vorgaben sind bei der Qualifizierung einer Verpackungsanlage zu beachten?

Welche regulatorischen Vorgaben sind bei der Qualifizierung einer Verpackungsanlage zu beachten?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
Es liegt etwas in der Luft – Reinraumtechnik in der Pharmaindustrie

Es liegt etwas in der Luft – Reinraumtechnik in der Pharmaindustrie

In der pharmazeutischen Herstellung ist saubere Luft kein subjektives Empfinden, sondern ein technisch exakt kontrollierter Zustand, der entscheidend für die Produktsicherheit ist. Raumlufttechnische (RLT) Anlagen sorgen durch Luftführung, Luftfiltration und Drucksteuerung dafür, dass Partikel und Mikroorganismen aus kritischen Bereichen ferngehalten werden.

Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes