Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
MDCG: QMS für Umverpackung/Umetikettierung von Medizinprodukten

MDCG: QMS für Umverpackung/Umetikettierung von Medizinprodukten

Die Medical Devices Coordinating Group der Europäischen Kommission, MDCG, hat im August eine 7-seitige Leitlinie veröffentlicht, die sich an Benannte Stellen, Vertreiber und Importeure von Medizinprodukten richtet. Sie soll als Grundlage für die Zertifizierung von Qualitätsmanagementsystemen (QMS) im Bezug auf das Umverpacken und Neuetikettieren von Medizinprodukten gemäß MDR und IVDR Einsatz finden.

Abgedeckt werden Zertifizierungstätigkeiten gemäß Artikel 16 (4) MDR/IVDR. Gefordert wird ein QMS, das den gängigen Anforderungen entspricht. Dazu gehören z. B. korrekt übersetzte und aktuelle Dokumente, Bedingungen, die den Originalzustand des Produktes nicht gefährden und natürlich, dass die Verpackung des umgepackten Produkts nicht mangelhaft und von schlechter Qualität ist.

Das QMS sollte Verfahren beinhalten, die vertragliche Vereinbarungen zwischen allen beteiligten Wirtschaftsakteure sicherstellen. Themen wie z. B. Verantwortlichkeiten, Dokumentation, Sicherheit, Korrekturmaßnahmen, Rückverfolgbarkeit, Vor-Ort-Audits sollen darin verbindlich festgelegt sein. Wie ein solches System für eine Benannte Stelle zu bewerten und zu zertifizieren ist, wird detailliert beschrieben.

Wie die MDCG anmerkt, wird derzeit ein separates Q&A-Dokument erarbeitet, um die Umsetzung anderer relevanter Anforderungen, die für Vertreiber und Importeure durch Artikel 16 der MDR/IVDR eingeführt wurden, zu ergänzen und zu behandeln.


Quelle:

MDCG: Guidance for notified bodies, distributors and importers on certification activities

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

News: EMA

EMA präzisiert Chargenkennzeichnung bei parallel gehandelten Arzneimitteln

Die EMA in ihrer Frage-Antwort-Sammlung zu GMP und GDP die Antwort auf Frage 4 zu Kapitel 5 des EU-GMP-Leitfadens überarbeitet. Sie erläutert, welche Chargennummern auf der Verpackung parallel gehandelter Arzneimittel anzugeben sind.
Weiterlesen
Frage der Woche | GMP-Verlag

Wie wird der Qualifizierungsprozess von Laborgeräten dokumentiert?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

FDA-Findings: Sichere aseptische Herstellung beginnt beim Anlagendesign

Auf der PDA/FDA Joint Regulatory Conference 2026 machte die FDA deutlich: Moderne Anlagentechnik allein gewährleistet keine Sterilitätssicherheit. Der Beitrag beleuchtet GMP-Mängel bei FDA-Inspektionen und die Rolle der Anlagenplanung bei der aseptischen Herstellung.

Weiterlesen
News: Europa

EDQM: Neue Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel

Die Europäische Arzneibuchkommission (EPC) hat die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für 3D-gedruckte Arzneimittel beschlossen. Ziel ist es, geeignete Qualitätsstandards im Europäischen Arzneibuch (Ph. Eur.) zu verankern.
Weiterlesen
EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

EMA: 14 neue Nitrosamine im Appendix 1

Der Appendix 1 zum Q&A der EMA zu Nitrosamin-Verunreinigungen ist im Oktober 2026 weiter ergänzt worden. Dieser Appendix enthält die zulässigen Aufnahmemengen (Acceptable Intake, AI) für N-Nitrosamine.
Weiterlesen
WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

WHO: Entwurf zur Überarbeitung der Guidelines on Quality Risk Management

Die WHO hat einen überarbeiteten Entwurf ihrer „WHO guidelines on quality risk management“ veröffentlicht. Das Arbeitsdokument QAS/26.994 steht bis zum 15. November 2026 zur öffentlichen Kommentierung.

Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes