Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Swissmedic: Anpassung der Wegleitung GMP-Konformität ausländischer Hersteller

Swissmedic: Anpassung der Wegleitung GMP-Konformität ausländischer Hersteller

Swissmedic hat die Wegleitung zur GMP-Konformität angepasst und Anforderungen an die Einreichung von Auditberichten und Risikoabschätzungen präzisiert. Diese gelten für Zulassungsanträge und Änderungen (Typ IA, IB, II) von Human- und Tierarzneimitteln.

Als Beleg der GMP-Konformitätsprüfung ausländischer Hersteller sind durch die fachtechnisch verantwortliche Person (FVP) gewisse Dokumente einzureichen. Grundsätzlich müssen Nachweise von Behörden mit einem als gleichwertig anerkannten GMP-Kontrollsystem vorgelegt werden. Ist kein Zertifikat verfügbar, kann ein Auditbericht unter bestimmten Bedingungen akzeptiert werden.

Wichtige Anforderungen an Auditberichte:

  • Der genehmigte Auditbericht muss bei Antragseinreichung vorliegen – ohne diesen ist keine Zulassung möglich.
  • Re-Audits mit reduziertem Umfang sind zulässig, wenn alle relevanten Informationen ergänzt werden, z. B. durch ein Assessment der FvP.
  • Geschwärzte Dokumente (Bericht, CAPA-Plan) sind nur zulässig, wenn die Bewertung nicht beeinträchtigt wird.
  • Der Bericht muss aktuell (nicht älter als drei Jahre) und auf das Produkt bezogen sein.

Inspektionsberichte:
Berichte von anerkannten Behörden werden akzeptiert, wenn:

  • nicht älter als drei Jahre,
  • die Inspektion vor Ort stattfand,
  • sie das betreffende Arzneimittel betreffen.

Veterinärarzneimittel:
Für das Meldeverfahren nach Art. 39 VAZV reicht eine Kopie des GMP-Zertifikats oder der Herstellungsbewilligung je Hersteller. Falls nicht vorhanden, kann eine Risikoabschätzung der FvP eingereicht werden. Swissmedic hat Hinweise gegeben, welche Informationen diese enthalten muss.

Die überarbeitete Wegleitung gilt seit dem 01.05.2025.


Quelle:

Swissmedic: Allgemeine Mitteilungen


Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Deutschland: Änderungen im Tierarzneimittelgesetz

Deutschland: Änderungen im Tierarzneimittelgesetz

Mit dem Gesetz zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes, des Tierarzneimittelgesetzes und des tiergesundheitsrechtlichen Bußgeldgesetzes wurden mehrere Vorschriften des Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) angepasst. Die Änderungen gelten seit 10. März 2026.
Weiterlesen
FDA: Entwurf zur Beantwortung von Formular-483-Beobachtungen

FDA: Entwurf zur Beantwortung von Formular-483-Beobachtungen

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat einen Entwurf einer Leitlinie zur Beantwortung von Formular-FDA-483-Beobachtungen nach GMP-Inspektionen veröffentlicht. Das Dokument beschreibt, wie Hersteller Inspektionsbefunde strukturiert adressieren sollten und welche Informationen eine Antwort enthalten sollte.
Weiterlesen
Durch welche Maßnahmen können Kreuzkontaminationen vermieden werden?

Durch welche Maßnahmen können Kreuzkontaminationen vermieden werden?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
GMP trifft Strahlenschutz – wie geht das zusammen?

GMP trifft Strahlenschutz – wie geht das zusammen?

Die Herstellung von Radiopharmazeutika erfordert die gleichzeitige Einhaltung von EU-GMP-Leitfaden und Strahlenschutzverordnung, was zu Zielkonflikten zwischen Produktsicherheit und Personenschutz führen kann. Technische Lösungen wie Unterdrucksysteme und Bleizellen sowie eine frühzeitige Behördenabstimmung sind entscheidend für eine GMP- und strahlenschutzkonforme Umsetzung.
Weiterlesen
Team-NB: Chancen und Risiken der MDR/IVDR-Revision

Team-NB: Chancen und Risiken der MDR/IVDR-Revision

Der europäische Verband der Benannten Stellen für Medizinprodukte, Team-NB, sieht in der geplanten Revision der MDR und IVDR grundsätzlich Chancen für mehr Effizienz, Transparenz und Vorhersehbarkeit im Konformitätsbewertungsverfahren.
Weiterlesen
EMA: Aktualisierte Fragen und Antworten zu OOS-ATMP-Chargen

EMA: Aktualisierte Fragen und Antworten zu OOS-ATMP-Chargen

Die EMA hat ihre Fragen und Antworten zum Umgang mit Out-of-Specification (OOS)-Batches zugelassener zell- bzw. gewebe-basierter ATMPs überarbeitet (“Questions and answers on the use of out-of-specification batches of authorised cell/tissue-based ATMPs”, Rev. 1, 2026). Die Revision präzisiert stärker, unter welchen außergewöhnlichen Umständen ein OOS-Batch verwendet werden darf.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes