Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
UN: Cannabis von Anlage IV der gefährlichsten Drogen entfernt

UN: Cannabis von Anlage IV der gefährlichsten Drogen entfernt

Wie die UN-Kommission am 2. Dezember 2020 bekannt gab, wurde Cannabis auf Empfehlung der WHO aus der Anlage IV der Single Convention on Narcotic Drugs von 1961 entfernt. 

Darüber stimmten die 53 Mitglieder der Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs, CND) ab, dem zentralen Gremium der UN für drogenpolitische Entscheidungen. Der Beschluss erfolgte denkbar knapp mit 27 Stimmen bei 25 Gegenstimmen und einer Enthaltung. Cannabis war 59 Jahre lang in Anlage IV gelistet, neben Heroin und Carfentanil. Substanzen der Anlage IV gelten als “besonders schädlich und von äußerst begrenztem medizinischem oder therapeutischem Wert “. Nun wurde Cannabis in die Anlage I verschoben. Dort sind auch Methadon und Kokain aufgeführt. Die Verwendung für nicht medizinische und nicht wissenschaftliche Zwecke ist jedoch nach wie vor illegal. 

Hintergrund 

Die WHO hatte bereits im Januar 2019 sechs Empfehlungen zu Cannabis und damit verwandten Substanzen eingereicht. Viele Länder forderten jedoch mehr Zeit, um sich mit der Materie auseinanderzusetzen.  

Aktueller Stand 

Derzeit haben mehr als 50 Länder Programme zu medizinischem Cannabis verabschiedet. Kanada, Uruguay und 15 US-Staaten haben den Freizeitkonsum legalisiert. In Mexico und Luxemburg wird dies bereits diskutiert.


Quelle:

UN: UN commission reclassifies cannabis, yet still considered harmful 


Webinar: Alles was Sie über Cannabis & GMP wissen müssen!

Beschäftigen Sie sich mit dem Anbau, Import oder Vertrieb von medizinischem Cannabis? Dann wissen Sie, dass viele Informationen mühsam zusammengetragen werden müssen. Die Praxis im Umgang mit Cannabis ist noch nicht einmal in Deutschland harmonisiert. Dabei stellen sich dem Anwender viele Fragen, zu denen man kaum verlässliche Antworten erhält.

GMP-Inspektor Dr. Rainer Gnibl hat in diesem Webinar umfassend in die Thematik eingeführt und aktuelle Aspekte erörtert.

Das sagen unsere Teilnehmer:innen:

"Sehr gut und sehr informativ auch für mich als Anfänger!"

"... die Vortragsweise war sehr angenehm und kurzweilig und gerade bei den spannenden Details und kniffligen Fragen sehr informativ."

> Jetzt bestellen!

Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

FDA: Draft Guidance zu Verunreinigungsspezifikationen für Antibiotika

FDA: Draft Guidance zu Verunreinigungsspezifikationen für Antibiotika

Die US FDA hat im April 2026 einen neuen Draft Guidance zu Impurity Specifications for Antibiotics veröffentlicht.

Weiterlesen
EDQM: Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus

EDQM: Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus

Die EDQM hat neue Leitlinien zur Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln im Krankenhaus veröffentlicht. Ziel ist es, die Nachverfolgbarkeit bis zum Zeitpunkt der Verabreichung zu verbessern und damit die Patientensicherheit zu erhöhen.
Weiterlesen
Welche Anforderungen an die Gesundheitsüberwachung gibt es?

Welche Anforderungen an die Gesundheitsüberwachung gibt es?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
Die Kontaminationskontrollstrategie (CCS) – mehr als nur ein erweiterter Site Master File

Die Kontaminationskontrollstrategie (CCS) – mehr als nur ein erweiterter Site Master File

Der GMP-PharmaCongress 2026 fand vom 24. bis 25. März 2026 in Wiesbaden statt. Die Veranstaltung bot acht parallele Konferenzreihen zu hochaktuellen GMP-Themen, darunter aseptische Herstellung, Barrieresysteme, Digitalisierung und künstliche Intelligenz sowie Arzneimittel für neuartige Therapien (ATMPs).
Weiterlesen
EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA/HMA: Anpassung der Regulierung für Radiopharmazeutika

EMA und HMA empfehlen Anpassungen des regulatorischen Rahmens, um mit den Entwicklungen im Bereich der Radiopharmazeutika Schritt zu halten. Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften erfordern diese Arzneimittel spezifische regulatorische und wissenschaftliche Vorgaben.
Weiterlesen
FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

FDA: "PreCheck Pilot Program" zur Stärkung der US-Arzneimittelproduktion

Die U.S. Food and Drug Administration hat das „PreCheck Pilot Program“ gestartet, um die inländische Arzneimittelproduktion zu stärken und die Resilienz der Lieferkette zu erhöhen.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes