Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
USP: Überarbeitung von 〈1231〉 Wasser für pharmazeutische Zwecke

USP: Überarbeitung von 〈1231〉 Wasser für pharmazeutische Zwecke

Die überarbeitete Monographie 〈1231〉 Wasser für pharmazeutische Zwecke berücksichtigt Rückmeldungen von Stakeholdern und enthält erweiterte sowie präzisierte Leitlinien zur Auslegung, Kontrolle und Prüfung von Wassersystemen.

Wichtige Neuerungen:

  • Ozonentfernung: Ozon muss vor der Verwendung in pharmazeutischen Prozessen auf unterhalb der Nachweisgrenze reduziert werden.
  • Risikobasierter Umgang mit Zusatzstoffen: Es wird betont, dass hinzugefügte Substanzen (z. B. Desinfektionsmittel oder Nebenprodukte) durch risikobasierte Bewertungen erkannt und kontrolliert werden müssen.
  • Probenahme: Es wird die Online-Überwachung von TOC (Total Organic Carbon) und Leitfähigkeit empfohlen – unter der Voraussetzung, dass die Wasserproben weiterhin repräsentativ bleiben.
  • Flexibilität bei Leitfähigkeitsprüfungen: Bei Offline-Prüfungen darf direkt mit der Stufe-2-Prüfung begonnen werden.
  • TOC-Klarstellung: Klarstellung der „target limit response“ für TOC im Vergleich zu tatsächlichen Testgrenzwerten unter Bezugnahme auf USP-Standards.
    Der Begriff „nominelles Behältervolumen“ wird definiert – es handelt sich um das Volumen, das der Behälter bestimmungsgemäß enthalten soll.
    Organische, aus dem Behältermaterial extrahierbare Substanzen, die das TOC-Profil von steril abgefülltem Wasser beeinflussen, müssen im Rahmen der Verpackungsentwicklung identifiziert, quantifiziert und hinsichtlich Toxizität und Sicherheit bewertet worden sein.
  • Nitrosamine: Ein neues Kapitel widmet sich der Minimierung des Risikos von Nitrosaminen im Wasser und empfiehlt eine risikobasierte Kontrollstrategie.

Der Entwurf von Kapitel 〈1231〉 ist kostenlos auf der Website des USP Pharmacopoeial Forum verfügbar. Eine Registrierung ist erforderlich. Die Kommentierungsfrist endet am 30. September 2025.


Quellen:

USP: 〈1231〉 WATER FOR PHARMACEUTICAL PURPOSES – Draft

GMP Insiders: USP–NF PF 51(4) Draft Published


Kennen Sie den GMP-BERATER?

Er ist das weltweit größte Wissensportal für Qualitätsmanagement in der Pharmaindustrie. Der Demozugang ist kostenlos und endet automatisch.

Jetzt unverbindlich testen

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

EMA: Überarbeitung von Anhang 6 - Herstellung medizinischer Gase

EMA: Überarbeitung von Anhang 6 - Herstellung medizinischer Gase

EMA und PIC/S haben ein Concept Paper zur Überarbeitung von Anhang 6 Herstellung medizinischer Gase des EU-GMP-Leitfadens veröffentlicht. Die derzeit gültige Version stammt aus 2010. Die geplante Aktualisierung soll die aktuelle Herstellungspraxis, technologische Entwicklungen sowie Erfahrungen aus der COVID-19-Pandemie berücksichtigen.

Weiterlesen
EMA: Konzeptpapier zur Revision von Anhang 15

EMA: Konzeptpapier zur Revision von Anhang 15

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und PIC/S haben ein Concept Paper zur gezielten Überarbeitung von Anhang 15 des EU-GMP-Leitfadens (Qualififizierung and Validierung) veröffentlicht.

Weiterlesen
Welche Rolle spielt die Risikobewertung beim Einsatz von KI-Systemen in der Personalentwicklung?

Welche Rolle spielt die Risikobewertung beim Einsatz von KI-Systemen in der Personalentwicklung?

KI-Systeme treten im Bereich von GMP-Schulungen in vielfältiger Form und unterschiedlichsten Anwendungen in Erscheinung. Die Entwicklung in diesem Bereich verläuft rasant. Dementsprechend ist es schwer, abschließend zu definieren, was ein KI-System darstellt und umfasst.

Weiterlesen
Worauf wird bei der Inspektion von Räumen besonders geachtet?

Worauf wird bei der Inspektion von Räumen besonders geachtet?

Hier geht es zur Antwort:
Weiterlesen
EMA: Reflection Paper zu nicht-mutagenen Verunreinigungen (NMIs)

EMA: Reflection Paper zu nicht-mutagenen Verunreinigungen (NMIs)

Die EMA hat ein neues Reflection Paper zur Qualifizierung nicht-mutagener Verunreinigungen (NMIs) veröffentlicht. Das Dokument beschreibt den aktuellen regulatorischen Denkstand zur Bewertung der Sicherheit neuer oder erhöhter Verunreinigungsniveaus, insbesondere wenn diese oberhalb der in ICH Q3A/Q3B definierten Qualification Thresholds liegen und erst nach Abschluss nicht-klinischer Toxikologiestudien identifiziert werden.
Weiterlesen
EMA: Diskussionen zum revidierten Leitfaden zur Umweltrisikobewertung (ERA)

EMA: Diskussionen zum revidierten Leitfaden zur Umweltrisikobewertung (ERA)

Im Rahmen des zweiten Industrie-Stakeholder-Webinars zum revidierten Leitfaden zur Umwelt­risiko­bewertung (ERA) für Humanarzneimittel diskutierte die European Medicines Agency (EMA) zentrale Umsetzungsfragen aus der ersten Anwendungsphase des neuen Leitfadens.
Weiterlesen
Vorheriges
Nächstes